Jahresnormnutzungsgrad und Emissionsfaktoren bei Holzfeuerungen

  • Paul Roßmann
  • Hans Hartmann
  • Peter Turowski

Abstract

Ein Verfahren zur Messung des Jahresnormnutzungsgrades und der Emissionsfaktoren von Holzfeuerungen wurde entwickelt und auf dem Prüfstand getestet. Es basiert auf einem definierten Lastzyklus-Betrieb über 8 Stunden bei gleichzeitiger Messung von Heizleistung, Schadstoffemissionen (CO, NOx, OGC, SO2, Gesamtstaub) und Rauchgasvolumenstrom. Erste Tests zeigen: Zwischen der Soll-Kesselleistung und der gemessenen Kesselleistung kann eine hohe Übereinstimmung erreicht werden, aber der Lastzyklus-Betrieb führt zu etwa 10 Prozentpunkte geringeren Wirkungsgraden und höheren Schadstoffemissionen. Die entwickelte Methode erlaubt eine selektive und genauere Bewertung von Biomasse-Heizkesseln. Endnutzern stehen damit Leistungsdaten zur Verfügung, die es erlauben, die Anpassungsfähigkeit des Kessels auf praxisübliche variable Belastungen zu beurteilen. Dadurch wird ein Wettbewerb um höchste Brennstoffausnutzung und geringste Emissionen begünstigt. Allerdings ist eine Validierung der Methode in der Praxis durch vergleichende Feldmessungen erforderlich.
Veröffentlicht
2011-06-27
Zitationsvorschlag
Roßmann, P., Hartmann, H., & Turowski, P. (2011). Jahresnormnutzungsgrad und Emissionsfaktoren bei Holzfeuerungen. LANDTECHNIK, 66(3), 213–215. https://doi.org/10.15150/lt.2011.399
Rubrik
Fachartikel